
Interviews mit Medien können Angst machen – besonders die ersten. Einige Fragen können heikel sein, denn niemand will mit einer falschen Antwort glänzen oder einen schlechten Eindruck machen. Ein erfolgreiches Interview kann aber der Startpunkt für Sie sein, Ihre Geschichte bekannt zu machen und ein starkes, positives Image für Ihr Unternehmen aufzubauen.
Befolgen Sie diese einfachen Tipps, sollte Ihr nächstes Interview laufen wie geschmiert.
1. Vor dem Interview: bereiten Sie sich vor!
- Bereiten Sie 2 oder 3 Kernaussagen vor..
Keiner wird sich an Ihr Interview erinnern, wenn Sie sich nicht auf eine begrenzte Anzahl schlagkräftiger Fakten oder Zahlen konzentrieren. Fragen Sie sich deshalb: “Wenn Leute mein Interview in einem Satz zusammenfassen müssten, wie sollte dieser Satz heißen?” Dieser Satz enthält die Schlüssel-Ideen, die Sie über das Interview präsentieren müssen.
- Organisieren Sie ein Trainingsinterview mit Freunden oder Mitarbeitern..
Sagen Sie ihnen, Ihnen die schwierigsten Fragen, die sie finden können, zu stellen, und lernen Sie, schlüssige und sinnvolle Antworten zu geben. Wenn Sie Fehler machen oder stottern, fangen Sie noch einmal von vorne an, bis alles perfekt und natürlich klingt.
- Lernen Sie von anderen Interviews.. Beobachten Sie, wie der ganze Prozess funktioniert: wie lange warten Leute, bevor sie antworten? Wie lange können sie sprechen, bevor sie unterbrochen werden? Wie reagieren sie, wenn sie unterbrochen werden? Was ist die typischste Verhalten und Körpersprache? Etc. Sie werden eine Menge lernen, indem Sie sich konkrete Beispiele ansehen, was Ihnen noch dazu hilft mental vorbereitet zu sein.
2. Während des Interviews: cool bleiben
- Seien Sie rechtzeitig da..
Auch Journalisten haben volle Terminkalender! Denken Sie an Ihren Interviewer wie an Ihren größten Kunden: auf keinen Fall wollen Sie zu spät zum Termin erscheinen; nicht dass er denkt, dass er Ihnen unwichtig sei.
- Hören Sie zu..
Seien Sie nicht vorschnell beim Antworten der Fragen. Wenn Sie eine Frage nicht verstanden haben, oder wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie sie richtig verstanden haben, bitten Sie den Journalisten einfach, sie noch einmal zu formulieren – das wird er Ihnen mit Sicherheit nicht verwehren.
- Halten Sie Ihre Antworten kurz..
Die nächste Frage kommt immer schneller als erwartet. Sie haben nur wenige Sekunden, um zu überzeugen: Ihr Interviewer wird nicht extra warten, wenn Sie Ihren Punkt nicht in ein wenigen Worten rüberbringen – er wird einfach mit etwas anderem fortfahren. Halten Sie sich an kurze Sätze mit einfachen starken Argumenten.
- Achten Sie auf Ihre Sprache..
Bleiben Sie immer höflich. Versuchen Sie nicht, auch Profi-Jargon zu verwenden. Erwarten Sie nicht von Ihrem Publikum, irgendetwas über Ihr Unternehmen zu wissen. Benutzen Sie klare, gewöhnliche Worte: so werden Ihre Ideen nur noch klarer!
- Halten Sie sich an Ihre Haupt-Nachrichten..
Sie sind nur hier, um 2 oder 3 Kernaussagen bzw. Zahlen erklären/veranschaulichen zu wollen. Wenn die Konversation auf etwas anderes hinläuft, finden Sie einen Weg, wieder auf die ursprünglichen Themen zurückzukommen – bleiben Sie immer in Ihrer eigenen “Wohlfühl-Zone”.
- Lernen Sie, wie und wann nein zu sagen..
Wenn Sie eine Frage nicht beantworten können oder wollen, versuchen Sie einen guten Grund hierfür zu finden – so etwas wie: “Es tut mir leid, die Berichte sind noch nicht eingegangen – derzeit kann ich darauf nicht antworten”. Wenn der Journalist beharrlich bleibt, erinnern Sie sich daran, dass es so etwas wie “inoffiziell” nicht gibt. Veröffentlichen Sie nur Informationen, von denen Sie wissen, dass sie veröffentlicht werden können.
- Achten Sie auf Ihre Körpersprache..
Achten Sie auf eine gute Körperhaltung, zeigen Sie keine nervöse Körpersprache (z.B. Wippen mit dem Bein, fortwährendes durchs Haar fahren, etc.). Ihr Publikum richtet immer mehr Aufmerksamkeit auf das was Sie sagen, wenn sie nicht durch Ihre körperliche Haltung abgelenkt sind.
- Nehmen Sie die Dinge nicht zu persönlich..
Wenn der Journalist zu spät kommt, Sie unterbricht oder Ihnen nicht zuzuhören scheint: bleiben Sie ruhig und höflich. Wenn Sie Ihre Haltung verlieren, bringt dies mehr Schaden, als dass es Gutes tut.
3. Nach dem Interview: bleiben Sie in Kontakt!
- Seien Sie hilfreich..
Stellen Sie sicher, dass der Journalist all Ihre Kontakt-Details hat, und bieten Sie immer an, für weitere Fragen per E-Mail oder Telefon zur Verfügung zu stehen. Wenn Sie feststellen sollten, einen Fehler gemacht zu haben (z.B. falsche Zahl genannt, falsch betonter Name, etc.) zögern Sie nicht, den Journalisten so schnell wie möglich anzurufen, um ihn zu bitten, den Fehler zu korrigieren.
- Senden Sie eine Dank-Nachricht..
Wenn Sie eine kurze E-Mail nach dem Interview als Dank senden, hat dies 2 positive Effekte: 1. Es erinnert den Journalisten, dass Sie da sind, um bei eventuellen Fragen zu helfen, und 2. werden Sie als nette aufmerksame Person in Erinnerung bleiben.